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Dienstag, 13. Mai 2008
Beitragsinhalt
Quidam 2.1 Studio
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1. Combination Studio - Körperteile (Parts) und Accessoires (Props)


Hier kann man verschiedene Körperformen (Parts) zuweisen, wie z.B. eine asiatische Gesichtform mit schmalen Lippen und großen Ohren oder rundliche Hüften auf mageren Beinen und dicken Füßen.

(Combine Studio: Hier eine Collage aus verschiedenen Bodypart-Popups)

Auf jeden Fall ist mit diesen Richtlinien schon sehr schnell eine neue Grundfigur erstellt. Allein im Gesicht gibt es schon mehrere tausend Kombinationsmöglichkeiten, da für die Formen des Kopfes (7), der Augen (11), Ohren (7), Nasen (12) und des Mundes (13) schon etliche Varianten zur Verfügung stehen - die Zahlen in den Klammern beziehen sich auf das "Man Model Pack 1" und variieren in Anzahl und Form von Grundfigur zu Grundfigur. Nimmt man noch die 7 Haarvarianten hinzu, ergeben sich allein für dieses Gesicht mit den fertigen Teilen knapp 590.000 Gesichter - und die sind in sekundenschnelle erstellt. Haare sind hier übrigens immer Polygonobjekte.
Für die übrigen Körperteile (je nach Figur sind das: Hals, Hände, Arme, Oberkörper, Hüfte, Beine, Füße. Bei manchen sind auch diese Parts nochmal unterteilt, z.B. in Ober- und Unterarme oder -Schenkel) liegen in der Regel etwas weniger Varianten bereit, aber dafür gibt es ja die nächsten beiden Studios.
Sinnvollerweise setzt man an dieser Stelle schon das Symmetrie-Tool ein. Es sorgt dafür, dass die rechte und linke Seite gleich behandelt werden - egal, ob es sich dabei um die Zuweisung gleicher Ohren handelt, die Proportionen verändert werden oder man die Figur per Sculpting neu formt. Man kann natürlich auch schon in diesem Studio das Tool abschalten und so verschiedene Ohr-, Augen-, Knie- oder Fußformen zuweisen, um den Character etwas interessanter zu gestalten.
Genau so schnell wie man Parts und Props zuweisen kann, kann man im Combine Studio auch schon deren Farben und Texturen ändern, soweit diese im Modelpack enthalten sind. Alternativ texturiert man später im Texture Studio mittels 3D Paint und Texturpinseln bis 1024 px Größe auch ganze Bereiche komplett um, was wiederum sehr schnell geht.


Props und Superparts
Unter Props versteht man Kleidungsstücke, Accessoires wie Schmuck, Waffen oder auch die Haare.
Die meisten Kleidungsstücke wie Röcke oder Schuhe findet man dabei erwartungsgemäß unter "Props", Hosen, Blusen oder Jackets hingegen unter "Parts". Das liegt am "Superparts"-System, denn die jeweiligen Kleidungsstücke ersetzen dann aus Polygonersparnis das Körperteil, also ein Hemd z.B. den Oberkörper.

Genau hier im ersten Studio zeigt sich ein "Schwachpunkt": so groß die Auswahl an schon geformten Körperteilen ist, so gering ist die Auswahl an Kleidung. Man kann zwar schnell eine hohe Zahl an verschiedenen Figuren generieren. Für die ebenso schnelle Verwendung z.B. in Architekturvisualisierungen bedeutet die sehr geringe Auswahl an Kleidung jedoch erstmal eine Bremse, auch wenn diese wiederum in Quidam sehr schnell farblich geändert werden kann.

Es lassen sich recht schnell und einfach eigene Meshes als Prop laden, weighten und so an die Figur binden. Hier zwei Beispiele:

 
(Junge Dame beim Empfang ihres feuchtfröhlichen Gemahls - mit Waffenprops) (Junger Gemahl mit Brillen-Prop - noch)




 
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