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Donnerstag, 13. Dezember 2007
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VRAYforC4D
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Image Sampler
Die eben schon angesprochene DMC-Methode kann man hier noch etwas genauer beeinflussen. Hiermit steuert man global die Qualität für fast alles, was Samples benötigt.  Anti-Aliasing, Depth of Field, Indirect Illumination, Area Lights, glossy Reflections/Refractions, Translucency, Motion Blur usw. Echte Experten können sich hier austoben und die Szenen bis ins letzte Detail optimieren. Im Normalfall bleiben die Werte aber immer alle auf Standard.

Physical Sun & Sky
Hier kann man wie gewohnt auf die C4D-Sonne zurück greifen und mittels Vray-Light-Tag den Himmel und die Sonne beeinflussen. Dabei reicht dann meist das Verändern der Werte für die Stärke und Größe der Sonne. Mit dem Turbidity-Wert oder auf deutsch auch Volumentrübung lässt sich meist noch die Farbintensität etwas regulieren, der Rest ist wie so oft physically based.











Physical Camera
Wer sich mit Fotografie auskennt, wird sich hier garantiert wohl fühlen. Wie in der Realität kann man hier mit Blendenöffnung, Verschlusszeit, Filmempfindlichkeit und Zoomfaktor sicher zum Ergebnis steuern. Hinzu kommen dann Effekte wie Depth of Field, Motion Blur, Linsenverzerrungen und Weißpunkteinstellung.

Advanced Colormapping
Wer viel mit GI bzw. Interior- und Exteriorszenen arbeitet wird dieses Feature lieben. Man kann es als erweiterte Tonwertkorrektur betrachten. Verschiedenste Methoden wie linear, exponentiell, HSV Exponentiell, Reinhard usw. stehen hier zu Verfügung.



Camera Clipping
Dabei handelt es sich um ein sehr nützliches Tool, um komplexe Schnittmodelle zu realisieren ohne die Geometrie verändern zu müssen.

Multipass
Vray wurde im letzten Update (1.082) um das Multipass-Feature bereichert. Zwar fehlen immer noch die begehrten Object-Buffer-Kanäle, die man von Cinema4D Advanced Renderer 2 und dessen Multipass-Feature kennt, aber immerhin kann man jetzt vorab Illumination, Schatten usw. als Datei mit Ebenen rendern. Color Mapping wird hier leider noch nicht berücksichtigt, aber ich bin mir sicher, dass dieses Feature in den nächsten Updates stark verbessert wird.

Wie setzt man Vray in seiner Szene ein?
Die Vray-Bridge wird in den Render-Einstellungen unter Effekte hinzugefügt. Alle Lichter müssen mit einem Vray-Light-Tag versehen werden und sind außerdem auch nur ausschließlich über dieses steuerbar. Wer mit Physical Cam arbeiten will, kann dieses zu seiner Camera hinzufügen, darf aber weiterhin auch nur mit der normalen Cinema4D-Kamera arbeiten. Das Vray-Compositing-Tag beinhaltet diverse Einstellungen um z.B. das Objekt für die Kamera unsichtbar zu machen. Zu guter Letzt gibt es noch das Vray-Displacement-Tag, womit man Vray-Microtriangledisplacement auf ein bestimmtes Objekt legt. Auch hier gilt nativer Cinema4D-Shader-Support. Das erste Material des Objekts gibt die Projektionsart an, es sei denn man nimmt einen Projektor-Shader.

Persönliche Erfahrung
Der Umstieg auf Vray löste in mir eine rege Begeisterung aus. Vray ist einfach ein klasse Produkt. Es macht wahnsinnig Spaß damit zu arbeiten, die Geschwindigkeit und die Möglichkeiten sind atemberaubend und in meinen Augen für jeden professionellen Anwender ein Musthave(tm). Aber ich möchte an dieser Stelle nicht nur von der positiven Seite sprechen. Die meisten Szenen, die ich mit Cinema4D aufgebaut habe, beruhen auf nicht realen Begebenheiten. Genauer betrachtet verwendete ich Lichter mit Schatten, die es in der Realität nie gegeben hätte. Manchmal übertreibt man gewollt spitze Glanzlichter, um einen gewissen Effekt zu stärken. Oft war es auch der Fall, dass bestimmte Lichtquellen nur für bestimmte Objekte zuständig waren und nicht zu vergessen die Funktion, bestimmte Spiegelung und/oder Raytracing-Strahlen nur auf bestimmte Objekte beziehen zu lassen. So etwas sucht man in Vray (noch?) vergebens. Man muss hier ganz klar seine Arbeitsweise ändern, der gewohnte Weg ist nicht mehr der gleiche. In Cinema4D lässt sich jede beliebige Lichquelle mit einer manuell regelbaren Abnahme einstellen, in Vray funktioniert das nur in Abhängigkeit zur Lichtintensität und -größe (also automatisch, realistisch...) und lässt sich manuell nicht beeinflussen. Wer es gewohnt ist mit PSDs zu arbeiten und darin direkt seine Alphakanäle speichert, der muss sich dise Vorgehensweise vorerst abgewöhnen.

Die Zukunft
Ich freue mich auf zukünftige Features, die sicher bald (1.1) kommen werden. Da wäre Distributed Rendering, Motion Blur, SSS-Shader und die vielen kleinen Verbesserungen an den bereits implementierten Features. Wie uns der Hersteller freundlicherweise mitteilte, sind Objektkanäle und Material-IDs ebenfalls schon in Arbeit und werden demnächst in einem Update zur Verfügung stehen.

Support
Wer Bugs findet, wird aufgerufen, diese im vrayforc4d.com/forum zu posten und das wird auch fleißig gemacht. Man trifft im vray4c4d Forum allerhand namhafte Künstler aus der ganzen Welt, die wissbegierig nach neuen Möglichkeiten suchen. Hier funktioniert meiner Meinung nach das Zusammenspiel zwischen User und Entwickler vorbildlich. Es gibt kaum einen unbeantworteten Beitrag bezüglich Cinema4d- oder Vray-Bugs im Forum. Man muss auch nicht Wochen auf Antwort warten. Die Antworten vom Team kommen extrem schnell (auch am Wochenende), so dass sich manche User bereits über die mangelnde Freizeitbeschäftigung der Entwickler erkundigt haben. :) Wer Hilfe und Gleichgesinnte sucht, fühlt sich dort wie zu Hause.

Review von Mario Kelterbaum (shordy)

Gallery:
Auf der nächsten Seite finden sich einige Bilder, die mit Vray4C4D erstellt wurden. Guten Appetit!


 
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