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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie legt man so ein Typoanimations-Projekt an?


ChrisCore
04.11.2008, 19:16
Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das Thema hier hin passt. Ich überlege gerade, wie ich so ein Projekt anlegen würde. >> http://de.youtube.com/watch?v=YAlGk6NKZHI

Mir steht neben C4D noch After Effects 7 zu Verfügung. Ist das wohl eine riesige Fläche im 3d-Raum, auf der die Animationen ablaufen und die 3D-Kamera fährt diese ab? Oder macht man das anders?

Ich suche auch ein Tutorial oder eine Beispielszene zum nachbauen - leider bislang erfolglos.

Grüße
ChrisCore

itac
04.11.2008, 19:42
Da gibt bestimmt einige Möglichkeiten, ich würde es in Cinema machen.

evtl. kann man hier und da auch mehrere Szenen machen, wenn man das Video so anguckt gibt es ein-zwei Stellen wo man problemlos cutten könnte.

salü

BruNP
04.11.2008, 19:55
After Effects oder 3d Programm, es geht wahrscheinlich beides.
So von dem Bereich her aber eigentlich After Effects.

Wulfman
04.11.2008, 20:37
Das würde ich ausschließlich in einer Postproduktionssoftware wie z.B. After Effects machen.

Kurt
04.11.2008, 20:55
Jo, wenn Du die Zeit dazu hast und AE o.ä. gut beherrschst.. sonst ist Cinema vermutlich schneller, wenn Du das gut drauf hast.
Wenn nicht grad Freitag die Deadline ist, lohnt sich die Einarbeitung ins Composterprog.

ChrisCore
04.11.2008, 23:14
Naja, mit AFX komme ich eigentlich recht gut klar. Nur den ganzen 3D Bereich von AFX habe ich bisher wenig benutzt. Aber gerade die Geschwindigkeit und Flexibilität spricht doch bei sowas definitiv GEGEN Cinema oder? ;)

In AFX kannst du alles ändern, Kamerafahrten tauschen, sogar die Beleuchtung in WYSIWYG-Manier ändern.

Mittlerweile glaube ich, dass das in AFX o.ä. zwingend gemacht werden sollte. Nur im Detail bin ich nun unsicher, ob man es als riesigen 3D-Raum in einer Komposition aufbaut oder ob das eine Reihe von vielen Animationen sind, die zusammengesetzt werden.

pingking
04.11.2008, 23:59
ich denke sowas wird ausschließlich mit AE gemacht. schon allein wegen der schriftanimation selber. kamerafahrten kann man zwar eindeutig besser in nem 3d programm animieren, aber geht in AE auch recht gut.

es ist glaube ich nicht ganz sinnvoll alles in einer comp zu machen, aufteilen in sinnvolle abschnitte ist hier zwingend notwendig. sieht man in dem video auch gut. denke immer wenn voll schwarz oder weiß oder der hintergrund ohne animation zu sehen sind ist ein schnitt.

ChrisCore
05.11.2008, 10:01
Jo, so stelle ich mir das mittlerweile auch vor. Das Problem bei so einem Projekt ist für mich nicht die einzelne Animationsphase, sondern einen möglichst übersichtlichen und effizienten Weg zu finden, das Projekt anzulegen.

Babumbol
05.11.2008, 11:18
Definitiv pure After Effects!

Ich würd das so angehen:
- Storyboard (joah, erstmal Bleistift auf Papier)
- Die einzelnen Typo Animationen und Übergänge in einzelnen Kompositionen anlegen. Dann hast Du schon mal eine sehr gute Richtlinie für's Timing
- Den Hintergrund in einzelne Abschnitte trennen, wo eben Schnitte möglich.
-> Beim Hintergrund solltest Du keine Kamerafahrt über ein riesiges Bild machen, sonst nölt AfterEffects irgendwann wegen des Cache. Stell den Hintergrund aus vielen kleineren Bildern/Kompositionen zusammen und flieg mit der Kamera im 3D Space drüber. Oder aber animier den Hintergrund in C4D. Allerdings wird's dann unflexibel
- In Viertel-Auflösung in der Master Composition die Typo Animationen einpassen und das Timing tunen.
- Alle einzelnen Kompositionen als Proxies rausrendern und danach die Master

Dürfte eigentlich relativ fix zu machen sein.

ChrisCore
05.11.2008, 11:31
Danke Babumbol,
genau diese Infos brauchte ich. Ich habe alles verstanden, nur mit Proxys habe ich noch nicht gearbeitet. Mir ist nicht klar, wofür ich die brauche - werde mal nachlesen.

Babumbol
05.11.2008, 12:10
Freut mich, wenn ich helfen konnte!

PS: Ein Proxy ist auf Deutsch übersetzt ein Platzhalter. Du kannst eine Komposition rendern lassen und dann die fertig berechnete Sequenz als Proxy verwenden. Dadurch muss AFX die Sachen nicht mehr neu rendern und greift in Zukunft immer auf die Proxy-Daten direkt zu. Gerade bei vielen verschachtelten Kompositionen spart das sehr viel Renderzeit und verhindert, dass Dir der RAM ausgeht. Als Proxy Format rate ich zu RGBA Tif-Sequenzen.

ChrisCore
06.11.2008, 11:48
Ah, dann hatte ich sowas sowieso schon vorher benutzt, unter anderem Namen. Danke für eure Tipps, sollte das Projekt akut werden, halte ich euch hier auf dem Laufenden.

ChrisCore
24.11.2008, 10:51
Ok, ich habe mir mal ein paar Creative Cow Tutorials angesehen. Das Prinzip ist einfacher, als gedacht:

Man legt einfach die Animationen schön in einer Komposition an - alle Elemente bis auf den Hintergrund sind dabei 3D-Ebenen. Dann fügt man eine (unanimierte) Kamera hinzu. Statt der Kamera, animiert man nun ein Nullobjekt, das - ähnlich der Target-Cam in C4D - das Ziel für die Kamera darstellt.

So kann ich z.B. das Nullobjekt drehen und bewegen und die Kamera macht die Bewegung mit. So kann ich die Kamera quasi sehr bequem indirekt animieren.