Quidam 2.1 Studio

Dienstag, den 13. Mai 2008 um 12:29 Uhr
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Quidam 2.1 Studio
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Seit kurzem befindet sich das Character Tool Quidam Studio von N-Sided in der Version 2.1 auf dem Markt. Wir haben uns Quidam und seine Neuerungen etwas genauer angeschaut. Vor allem durch den Lowpoly-Export und die Sculpting- / 3D-Painting-Möglichkeiten hat das Programm stark dazu gewonnen.


Wozu es gut ist:


Quidam ist ein Character-Tool. Neben dem Zugriff auf schon viele fertige Körper und Köpfe sowohl online als auch offline kann man entweder durch schnelle Klicks und Shortcuts auf fertige Bodyparts die Figur verändern oder sie gezielt mittels Sculptingtools in ihre gewünschte Gestalt bringen. N-Sided verspricht mehrere Milliarden verschiedener Kombinationen, dank der Möglichkeiten der Sculpting Tools kann man die Zahl getrost gen unendlich schicken. Dabei macht Quidam weder vor Gamingcontent, Comicshading noch Manga- oder Cartoonfiguren halt.

Darüber hinaus kann man eigene Figuren laden, texturieren, skinnen/weighten, ihnen wiederum per fertiger oder eigener Meshes Props wie Kleidung, Waffen und Accessoires verpassen und sie somit vervollständigen.

Nach Erstellen der Figur kann man sie in Quidam posieren lassen und als Still rendern oder gleich exportieren. Eine der wichtigsten Neuerung in der Version 2.x des Studios ist wohl der Export des Base-Meshes samt Bones und Weighting, der es erlaubt, die erstellte Figur sinnvoll in anderen Applikationen weiter zu verwerten: als Game-/Echtzeitcontent, für Animationen oder einfach für Stills.

Was mir vorliegt:


Quidam 2.1 Studio - das Hauptpaket beinhaltet 11 Grundmodelle und zahlreiche Variationen
QuidamToCinema4D - das LP-Export-Plugin
ModelPackPro1-Boy
ModelPackPro2-Girl
ModelPackPro3-Woman - 3 Quellmodelle
Weapons PACK02


Das Weapons Pack ist kostenlos. Alle anderen aufgeführten Teile sind separat zu erwerben. N-Sided ergänzt nach und nach weitere Modell-Packs wie Tiere und Game-Character.


Installation:


Gestaltet sich recht schnell: EXE Aufrufen, Namen, Firma, Seriennummer und Emailadresse eingeben, starten. Nur bei der Installation mehrerer Module ist es leider etwas umständlich, da bis auf das Weaponpack jedes Modul seine eigene Seriennummer verlangt. Dazu startet man in diesem Beispiel 5 verschiedene ausführbare Dateien, die beim Aufruf im Programm jeweils die vollständige Eingabe des Namens, der Firma, der Seriennummer und der Emailadresse anfordern. Cinema4D-User mit mehreren Modulen wissen, was ich meine.

Quidam startet im Test einwandfrei als 32 bit Applikation sowohl unter XP x64 als auch unter XP x86.
Mehrkernprozessoren werden zur Zeit leider noch nicht unterstützt, es wird aber daran gearbeitet.
Während des Tests erreicht mich das Update auf die Ver. 2.11, das schnell und einfach installiert ist.

Programmstart


Das Progamm wirkt auf den ersten Blick wie ein weiteres Produkt aus Kai Krauses ehemaligen Hause Metacreations. Der tiefere Blick hinein zeigt schnell, dass eventuelle Vorbehalte unbegründet sind.

(Bild 1 - Start)

Zu Beginn kann man sich für eine der Quell-Figuren oder eine aus einem großen Pool entscheiden, die man dann mehr oder weniger stark bearbeitet (Startbildschirm: Poolfiguren rechts, Quellfiguren Mitte). Die Figuren im Pool werden standardmäßig als Model Pack mitgelieferten und sind posierte und modellierte Varianten der Quellfiguren. In der Grundversion gibt es 11: je eine Frau und ein Mann komplett, nur Kopf oder Kopf mit Bones, sowie 4 Anime/Cartoon Character und ein Game Character. In meinem Fall liegen wie oben erwähnt noch drei weitere Pro Figuren vor: Frau, Junge und Mädchen.Sowohl die Basecharacter als auch die Model Packs werden von N-Sided ständig erweitert.

Ich vermisste beim Start zunächst eine Recent File List im Menü, das im übrigen erst nach einer Auswahl oder dem Abbruch derselben zugänglich ist. Speichert man jedoch seine letzte Arbeit im Quidam-Character-Ordner, findet man seine Figur innerhalb des Pools wieder. Ein Klick auf den Quell-Charakter filtert dabei deren Varianten heraus.

Danach befindet man sich im ersten von 6 sogenannten Studios, zwischen denen ständig und unabhängig gewechselt werden kann:

1. Combination Studio - Körperteile und Accessoires
2. Proportion Studio - grobe Proportionen
3. Sculpture Studio - 3D Modeling, Sculpting
4. Posing Studio - Posing, Weighting, Skinning
5. Texture Studio - Materials, 3D Painting
6. Render Studio - Rendern




(Die 6 Studios)

Das Menü bleibt dabei recht spartanisch, da sich alle Werkzeuge und Schalter direkt auf der Arbeitsfläche befinden, die per TAB-Taste aus- und eingeblendet werden können. Zudem blenden sich je nach Studio immer nur die Tools ein, die dort benutzt werden können. So bleibt die Arbeitsfläche immer gut aufgeräumt. Des weiteren sind nahezu alle Funktionen schnell per Shortcut erreichbar, so dass man die Werkzeuge nicht immer ein- und ausblenden muss.


(Die Quidam-Oberfläche)

Auf die Grundsteuerungen wie das Bewegen der Ansicht im Raum oder Bedienung der Lichter gehe ich nicht weiter ein, da sie von Verwendern anderer 3D-Applikationen schnell und intuitiv erfasst werden. Beispiel Navigation: sie funktioniert OGL-typisch über eine 3-Button-Maus oder Stift und Tablett, oder per Icons an der unteren Arbeitsfläche. Es können auch andere Navigationen wie die von 3ds max oder Maya übernommen werden.
Optisch gibt es auf den ersten Blick einige Parallelen zum Poser (Bild 2: Oberfläche). Seit der Version 2.1 werden neben Mäusen und Tablett auch folgende 3D Mäuse von 3D Connexion unterstützt: SpaceNavigator Personal Edition, SpaceNavigator Standard Edition, SpaceExplorer USB und der SpacePilot.